Schön, dass Du dich für uns interessierst. Worum geht es eigentlich?

Wie im letzten StuPa Live-Ticker vielleicht schon mitklang, sind die moritz.medien gerade auf dem Weg in eine sehr prekäre finanzielle Lage. In der eingereichten Haushaltsplanung für das kommende Jahr 2019 soll der Zuschuss für die moritz.medien auf ein historisches Minimum von 4.500€ gekürzt werden. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren lag der Zuschuss bei 23.500€ (2016), 17.000€ (2017) und 8.000€ (2018), wobei der Umbruch 2017 auf 2018 mit der Zusicherung beschlossen wurde, die Mittel tendenziell wieder zu erhöhen.

Wird der Haushaltsplan so verabschiedet, sind die moritz.medien in ein bis zwei Jahren zahlungsunfähig, da die für den Redaktionsbetrieb erforderlichen Mittel nicht mehr aus der Rücklage der Medien zur Verfügung stehen. Eine massive Drittmittelfinanzierung wird nötig, um überhaupt noch Printprodukte zu drucken oder Werbung betreiben zu können. Das kann nicht sein.

Um die Bedeutsamkeit der moritz.medien hervorzuheben haben wir mehrere ehemalige Redakteur*innen der moritz.medien, andere studentische Medien und mehrere Personen des öffentlichen Lebens um ein kurzes Statement gebeten.

Prof. Dr. Johanna Eleonore Weber

Rektorin der Universität Greifswald

Die moritz.medien sind wichtig, weil sie das hochschulpolitische Engagement der Studierenden fördern, umfassend informieren und ein zentrales Forum für den Austausch und Diskussionen zu hochschulpolitischen Themen bieten.



Jan Meßerschmidt

Pressesprecher der Universität Greifswald

Die moritz medien sind wichtig, weil sie aus studentischer Perspektive und mit journalistischem Anspruch über die Universität sowie die Stadt berichten und Themen aufgreifen, die junge Menschen bewegen. Das moritz.magazin beispielsweise gehört zu den besten Studierendenmagazinen in Deutschland. Die Jury des Pro Campus-Presse Award hatte das Magazin 2018 in die letzte Ausscheidungsrunde aufgenommen: Als Jurymitglied kann ich bestätigen, dass der Vorsprung der Platzierten wie beim 100m Sprint nur Sekundenbruchteile betrug.



Dr. Stefan Fassbinder

Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Eine vielfältige Medienlandschaft ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft, unsere Demokratie. In einer Universitätsstadt gehören studentische Medien unverzichtbar dazu. Ich habe die moritz.medien als wertvollen, ganz eigenen Baustein der Greifswalder Medienlandschaft kennen- und schätzen gelernt.



Samuel Lewek

Campusmagazin Grüne Wiese, HS Wismar

Die moritz.medien sind mir wichtig als Vorbild und Inspirationsquelle für eine funktionierende und breite Struktur studentischer Medien und studentischer Medienöffentlichkeit, welche so nur an wenigen Hochschulen existiert.



Benjamin Fredrich

Geschäftsführer des Katapult-Magazins

Die moritz.medien sind wichtig,
weil es in Greifswald keine andere Nachwuchsausbildung für Journalisten gibt,
weil die OZ durch sie kein Monopol auf lokale Nachrichten hat,
weil die regionalen Medienhäuser viele gute Journalisten vom moritz bekommen,
weil manche Studenten hier studieren, weil es starke studentische Medien gibt,
weil ich als Journalist in Greifswald nicht so alleine sein will.



Marek Fialek

Vorstandsmitglied beim polenmARkT e.V.

moritz.medien sind wichtig, weil sie ein Teil studentischer Kultur sind. Keine studentische Kultur ohne studentische Medien.



Christoph Werner

Chefredaktion Campusmagazin Grüne Wiese, HS Wismar

Die moritz.medien sind wichtig, weil ein freies und unabhängiges Medium an einer Hochschule/Universität zur Meinungsbildung in der Studierendenschaft unabdingbar ist.



Gabriel Kords

Posten in der HoPo: stv. Chefredakteur Webmoritz (2009-2010)
Heutige Tätigkeit: stv. Chefredakteur Nordkurier

Warum die moritz.medien wichtig sind:Wer in Zeiten wie diesen allen Ernstes Hand an freie Medien anlegen will, hat gar nichts verstanden. Die Gelder für die moritz.medien sind im Grunde der einzige Anteil am Geld der Studierendenschaft, der nicht vollkommen sinnlos zum Fenster herausgeworfen wird. Wenn es diesem Geld jetzt an den Kragen gehen soll, sollte das Stupa besser den Mut haben, gleich die ganze studentische Selbstverwaltung abzuschaffen.



Barbara Söllner

Posten in der HoPo: (Chef-) Redakteurin moritz.tv
Heutige Tätigkeit: aktuell Praktikantin im HR-Bereich, danach Masterstudium

Warum die moritz.medien wichtig sind: Weil sie Studierenden aller Fachrichtungen Raum zur kreativen Entfaltung und Weiterentwicklung in einer tollen Gemeinschaft geben und einen wesentlichen Beitrag zur vielfältigen studentischen Kultur leisten.



Ulrike Berger

ehemaliges Landtagsmitglied M-V, Bürgerschaftsmitglied

Für den studentischen Blick auf die Dinge und damit Vielfalt in der Medienlandschaft, und für journalistische Nachwuchsförderung! Darum moritz.medien!



Mirko Gründer

Posten in der HoPo: Moritz-Gründer, Chefredakteur 1998/99 und 2002/03, StuPa-Mitglied 1998-2001, StuPa-Präsident 2000, Mitglied des Senats 2001-02
Heutige Tätigkeit: Freier Journalist

Warum die moritz.medien wichtig sind:Ich finde es ein beunruhigendes Zeichen der Zeit, dass überall gegen kritische Medien mobilgemacht wird, ob nun mit populistischer Propaganda, Zensur oder Budgetkürzungen. Gerade der akademische Nachwuchs sollte sich diesen Entwicklungen entschieden entgegenstemmen!



heuler - das Studierendenmagazin

Die moritz.medien sind die zentrale Informationsquelle für kritische Berichterstattung über die Hochschulpolitik der Universität Greifswald. Als Presseinstitution ist es ihre Aufgabe die Studierenden der Universität Greifswald über die Beschlüsse, Tätigkeiten und Ziele des StuPa, AStA, Senat, Rektorat und den sonstigen Organen zu informieren und aufzuklären.



Henning Mayer

Posten in der HoPo: bei moritz.tv aktiv 2009 – 2012 (Chefredaktion Mai 2011 – Oktober 2012)
Heutige Tätigkeit: Schauspieler, aktuell: Ensemblemitglied beim Berliner Kabarett „die Stachelschweine“

Warum die moritz.medien wichtig sind: Die moritz.medien sind wichtig, weil man hier Erfahrungen sammeln kann, die man sonst nirgendwoanders so einfach machen kann. Außerdem kann die Zeit bei den moritz.medien ein Wegweiser oder sogar ein erstes Sprungbrett für die berufliche Zukunft sein. Und was gibt es besseres für junge Menschen, die vielleicht selber noch nicht genau wissen, was sie mit ihrem Studium anfangen sollen bzw. die nicht wissen, wie es nach der Uni weitergehen soll? Viele meiner moritz.medien-Freunde, mit denen ich heute immer noch fest befreundet bin, arbeiten in den Medien, z.B. beim NDR oder in Produktionsfirmen oder bei einer Zeitung. Außerdem kann man sich bei den moritz.medien kreativ voll ausleben. Und das ist auch gut so. Man sollte sich ausprobieren, Stärken entwickeln und Interessen erforschen - dazu ist eine Uni da. Im Grunde sind die moritz.medien für den beruflichen Werdegang das, was das StuPa für einen politschen Werdegang sein könnte. Und von dem Spaß, den ich während meiner Zeit dort hatte und den vielen Freunden, die ich dort kennengelernt habe und heute immer noch zu meinen besten zähle, möchte ich gar nicht erst anfangen.



Maximilian Rieck

Mitarbeiter in der IQS

In den vergangenen Monaten habe ich durch enge Zusammenarbeit mit moritz.tv ein engagiertes Team kennenlernen dürfen. Die moritz.medien, vor allem moritz.tv sind mir als erstes in den Sinn gekommen, um das Projekt „Dozlike“ realisieren zu können. Auf eine erste Anfrage folgte eine interessierte Zusage, worüber ich mich sehr freute. Die kollegiale und lockere Arbeitsweise, die während der Vorbereitungen an den Tag gelegt wurden, waren der erste Indikator einer fruchtenden Kooperation. Als der erste Dreh anstand, ist mir zudem bewusst geworden, dass neben flachen Hierarchien das Filmhandwerk von jedem einzelnen Teammitglied professionell verfolgt wird. Dabei war ich beeindruckt, welche Kenntnisse mitgebracht und an Neulinge vermittelt werden, die sofort in das Mediengeschehen einbezogen werden. So kann ich behaupten, dass moritz.tv eine Institution der Ausbildung darstellt, bei der der Spaß nicht zu kurz kommt. Dieser Eindruck kann allgemein auf moritz.medien übertragen werden: Ihre medialen Erzeugnisse beweisen, dass der Einstieg in die Medienwelt als Berufung anzusehen ist. Durch ein breites Serviceangebot (TV, Print, Web) der moritz.medien kann sichergestellt werden, dass über aktuelle Hochschulpolitik informiert, kritische Berichterstattungen angestellt, Hintergründe beleuchtet oder kurzweilige Inhalte offeriert werden. Mit diesen Dienstleistungen sind die moritz.medien nicht nur für das universitäre oder studentische Leben bedeutend, sondern sorgen auch für Medienpluralismus in Greifswald und der Region. Daher sind sie meines Erachtens weitaus mehr als eine Institution, die die „Ostsee-Zeitung“ ergänzt. Um ihre Einsatzbereitschaft anzuerkennen, müssen die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Der Fortbestand der moritz.medien ist zu gewährleisten, sodass diese engagierte Ausbildungsstätte und ihr Serviceangebot auch zukünftig zum Erhalt der Informationskultur beitragen kann.



Philipp Schulz

Posten in der HoPo: Chefredakteur webmoritz.
Heutige Tätigkeit: Volontär beim Nordkurier

Warum die moritz.medien wichtig sind: Aufsicht über das StuPa und den AStA hat sich in den vergangenen Jahren als relativ wichtige und gute Maßnahme herausgestellt, damit niemand durchdreht. So wie jetzt zum Beispiel. Die moritz.medien sind unbequem und authentisch! Außerdem sorgen sie für eine Steigerung der Attraktivität des Standortes Universität Greifswald, die sich nicht mit Geld aufwiegen lässt.



Marco Wagner

Posten in der HoPo: Chefredakteur (2010-2011)
Heutige Tätigkeit: Lehrer an einer Integrierten Gesamtschule

Warum die moritz.medien wichtig sind:Die moritz.medien sind nicht nur als Informationsorgan innerhalb der Studierendenschaft von zentraler Bedeutung. Durch die moritz.medien wird das Studentenleben und das Wirken der verfassten Studierendenschaft sowohl für Studierende, vor allem aber auch für Außenstehende überhaupt erst greifbar. Gerade wenn es wieder einmal Streit zu diversen hochschulpolitischen Themen oder aber innerhalb der verfassten Studierendenschaft gibt, wünscht sich so mancher vielleicht auch, dass es die Moritz-Medien bestenfalls gar nicht gäbe. Doch was wäre die Alternative? Ein Medium, in dem nur Erfolgsmeldungen gebracht werden, das sich nur um den Horizont von AStA und Stupa dreht und sich gegenseitig bejubelt? Woher erfahren die Studierenden dann von den zahlreichen kleineren Projekten und Initiativen? Und ist es nicht auch schöner, von unabhängiger Seite einmal zu lesen, dass man etwas gut gemacht hat? Die Moritz-Medien sind ja nicht nur eine Plattform für Kritik an der Arbeit der verfassten Studierendenschaft. Ist eine Veranstaltung oder eine (hochschulpolitische) Aktion gelungen, erfährt man darüber natürlich als erstes etwas davon in den Moritz-Medien. Das wird leider allzu oft vergessen.



Carsten Schönebeck

Posten in der HoPo: Chefredaktion Web. November 2008 bis Juni 2010
Heutige Tätigkeit: Redaktionsleiter Vorpommern beim Nordkurier

Warum die moritz.medien wichtig sind: Die moritz.medien sind ein gewachsener Teil studentischer Kultur in Greifswald. Und sie haben in all den Jahren auch vielen anderen Projekten der Studierendenschaft als Punkt zum Andocken und als Plattform gedient. Selbst ungeliebten Gremien und Ausschüssen (wie dem StuPa) bieten die moritz.medien eine Bühne, die Transparenz und Kritik ermöglicht. Immer wieder wurden dort Debatten angestoßen und moderiert, die dadurch weitere Teile der Studierendenschaft erreicht haben, als es die Gremien allein vermocht hätten. Die studentischen Medien waren und sind Treffpunkt für Studenten verschiedenster Fachrichtungen. Im Lauf der Jahre sind dort sicher mehrere Hundert Menschen ein- und ausgegangen, haben Freundschaften und Bezüge zu Stadt und Region aufgebaut. Sie haben ihren Teil zur journalistischen, aber auch zur Bildungsarbeit der moritz.medien geleistet. Letztere ist gerade an der Uni Greifswald nötig, die Fächer anbietet, die dem Journalismus nahe stehen. Der Bezug zur Praxis ist in der ausgedünnten Medienlandschaft der Region aber nur schwer zu finden. Wer nun die nächste Sparrunde bei den studentischen Medien ansetzen will, setzt damit auch die Axt an eine Besonderheit, der studentischen Selbstverwaltung in Greifswald. Er verkennt, dass gerade ehrenamtliche Mitarbeiter motiviert sein müssen, Freizeit und Nerven zu opfern - und die Arbeitsbedingungen, die technische Ausstattung etc. stimmen müssen. Er macht sich aber auch mit all den Unkenrufern gemein, die glauben, Journalismus sei umsonst bei Facebook und Co. zu haben.



Capufaktur e.V.

Die moritz.medien sind wichtig, weil sie Studierenden ohne mediales Know-How die Unterstützung bieten, Projekte und Außenauftritte von Vereinen professionell umzusetzen.

Die moritz.medien sind wichtig, da sie das technische Wissen für Film und Schnitt in einem Verein zusammenbringen. Dieses Wissen behalten sie dabei nicht für sich, sondern stellen es anderen studentischen Initiativen bei Projekten zur Verfügung und machen auf freiwilliger, unbezahlter Basis Filmprojekte. In Rahmen eines Projektes bei Capufaktur e.V. kann ich diese positive Zusammenarbeit aus eigener Erfahrung berichten und freue mich, wenn diese Möglichkeiten auch weiterhin bestehen. Das Equipment und die Programme für Filme und Schnitt sind kostspielig, was eine finanzielle Unterstützung in der Höhe der vergangenen Jahre nötig macht. Die moritz.medien sollten weiterhin finanziell unterstützt werden, da ohne diese Ausrüstung die Arbeit für die Mitglieder unmöglich gemacht wird.

Die moritz.medien sind wichtig, denn sie bieten verschiedene Möglichkeiten, wie Printmedien, Facebook, Homepage etc., um relevante und informative Themen von Greifswalder Studierende für Greifswalder Studierende zu präsentieren.

Durch die moritz.medien konnte ich mich als Erstsemester direkt gut im Uniablauf zurechtfinden. Die qualitativ hochwertigen Beiträge haben mir einen guten Überblick über die verschiedensten Bereich gegeben – angefangen von der Hochschulpolitik, über Veranstaltungen bis hin zu allen Bereichen des studentischen Lebens und der Organisationsstrukturen der Universität. Ich schätze sie als wichtige Informationsquelle.



Chistiane Wilke

Posten in der HoPo: Konzeption & Gründung (mit Mirko Gründer), stellvertretende Chefredakteurin
Heutige Tätigkeit: Professorin (Law & Legal Studies), Carleton University, Ottawa

Warum die moritz.medien wichtig sind: Die moritz.medien liefern seit 20 Jahren eine kritische und unabhängige Berichterstattung zu Hochschulpolitik an der Uni, in der Studierendenschaft und in Land und Bund. Aber guter Journalismus kostet Geld, insbesondere wenn die Produkte kostenlos zugängig sind. Die finanzielle Unterstützung der Studierendenschaft durch das StuPa ist essentiell, um die moritz.medien zu erhalten. Ihr braucht den moritz und der moritz braucht Euch.